Balkonkraftwerk-News Juni 2026
Der Juni 2026 brachte viel Bewegung in den Markt für Balkonkraftwerke und Steckersolargeräte. Von wichtigen Gerichtsurteilen zu normwidrigen Speichern über Produktneuheiten bis hin zu politischen Weichenstellungen – wir fassen die wichtigsten Entwicklungen des Monats für Dich zusammen.
1. Landgerichte verbieten normwidrige Speicher

Ein Paukenschlag für den Speichermarkt: Die Landgerichte Bochum und Osnabrück haben den Vertrieb bestimmter Balkonkraftwerk-Speicher untersagt. Betroffen sind Geräte, die eine Einspeiseleistung von über 800 VA ermöglichen, ohne über einen ausreichenden Leitungsüberlastschutz zu verfügen. Diese dürfen nicht mehr als einfache „Plug & Play“-Lösungen beworben oder verkauft werden, da sie die geltenden VDE-Normen verletzen.
Für Betreiber bedeutet das: Wer einen Speicher kauft, sollte unbedingt auf die CE-Kennzeichnung und die Einhaltung der 800-Watt-Grenze (bzw. 960 Watt Modulleistung) achten. Weitere Details dazu findest Du in unserem aktualisierten Balkonkraftwerk Speicher Vergleich 2026.
2. EcoFlow stellt den Stream 2 vor
Im Bereich der Hardware gab es eine spannende Neuvorstellung: EcoFlow hat den Stream 2 präsentiert. Der Nachfolger des beliebten PowerStream-Systems integriert den Wechselrichter nun noch enger mit dem Speichersystem und verspricht eine effizientere Nulleinspeisung. Besonders für Haushalte mit hohem Grundverbrauch könnte das System interessant werden. Wir werden den Stream 2 in den kommenden Wochen ausführlich testen und unseren EcoFlow PowerStream Test entsprechend aktualisieren.
3. Neuer Player: WattCycle auf der Intersolar

Die Intersolar Europe 2026 in München hat einen neuen Anbieter ins Rampenlicht gerückt: WattCycle. Das Unternehmen präsentierte dort neue Speicherlösungen, die sich besonders durch ihre modulare Bauweise und einfache Integration in bestehende Systeme auszeichnen sollen. Der wachsende Wettbewerb ist eine gute Nachricht für Verbraucher, da er voraussichtlich zu weiter sinkenden Preisen für Balkonkraftwerk-Speicher führen wird.
4. Berlin streicht Förderung, andere Länder machen weiter
Ein Rückschlag für Hauptstädter: Der Berliner Senat hat das Förderprogramm „Solarplus“ für Balkonkraftwerke endgültig gestrichen. Wer in Berlin wohnt, muss die Anschaffung nun komplett selbst tragen.
Die gute Nachricht: Die bundesweite 0%-Mehrwertsteuer gilt weiterhin, und viele andere Bundesländer (wie Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern) sowie zahlreiche Kommunen zahlen nach wie vor Zuschüsse. Eine aktuelle Übersicht aller aktiven Programme findest Du in unserem Förderungs-Ratgeber 2026, wo Dir jetzt auch unser neuer KI-Förderassistent bei der Suche hilft.
5. Geleakter EEG-Entwurf: Vereinfachungen geplant

Ein geleakter Entwurf zum neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sorgt für Optimismus. Demnach plant die Bundesregierung weitere Vereinfachungen speziell für Steckersolargeräte mit Speicher. Bisher war die Anmeldung von Systemen mit Akku oft eine rechtliche Grauzone oder unnötig kompliziert. Der Entwurf sieht vor, Speicher künftig rechtlich eindeutiger in die vereinfachte Anmeldung (bis 800 Watt) einzubeziehen. Sobald das Gesetz verabschiedet ist, werden wir unsere MaStR-Anleitung entsprechend anpassen.
Fazit: Der Markt professionalisiert sich weiter. Während Gerichte bei der Sicherheit genauer hinsehen, drängen neue Produkte auf den Markt und die Politik arbeitet an weiteren Vereinfachungen. Ein Balkonkraftwerk lohnt sich 2026 mehr denn je – besonders, wenn man die aktuellen Entwicklungen im Blick behält.







